Ein besonderer außerschulischer Lernort erwartete den WPK Anne Frank bei seinem Tagesausflug nach Amsterdam. Insgesamt 13 Schüler*innen machten sich gemeinsam mit ihren Lehrkräften früh morgens vom Bahnhof in Melle mit dem Zug auf den Weg in die niederländische Hauptstadt.
Nach der Ankunft in Amsterdam hatten die Schüler*innen zunächst etwas Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und erste Eindrücke zu sammeln. Anschließend stand der zentrale Programmpunkt des Tages an: der Besuch des Anne-Frank-Hauses.


Zu Beginn erhielten die Schüler*innen eine kurze Einführung in die Geschichte von Anne Frank und ihrer Familie. Dabei wurde nicht nur auf das Leben im Versteck eingegangen, sondern auch der lokale Bezug hergestellt. Besonders eindrucksvoll war der Blick auf die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Melle während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Gruppe erfuhr, wie viele jüdische Bürgerinnen und Bürger damals in Melle lebten und wie viele von ihnen deportiert wurden. Darüber hinaus wurden einzelne Schicksale aus der Region vorgestellt, wodurch die historischen Ereignisse greifbarer und persönlicher wurden.
Im Anschluss erkundeten die Schüler*innen mit einem Audioguide die Ausstellung im Vorder- und Hinterhaus des Anne-Frank-Hauses. Die original erhaltenen Räume, das berühmte Bücherregal vor dem Eingang zum Versteck sowie zahlreiche Dokumente und persönliche Gegenstände vermittelten einen eindrucksvollen Einblick in das Leben der untergetauchten Familie während der Zeit der Verfolgung.


Der Besuch im Anne-Frank-Haus hinterließ bei den Schüler*innen einen bleibenden Eindruck. Der außerschulische Lernort bot eine intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und machte deutlich, wie wichtig Erinnerung und historisches Bewusstsein auch heute noch sind. Für alle Beteiligten war es ein sehr interessanter und nachhaltiger Lerntag, der sicherlich lange im Gedächtnis bleiben wird.
