Missio-Truck

Der Missio-Truck macht derzeit Station an der Wilhelm-Fredemann-Realschule und an der Oberschule in Neuenkirchen, um auf die Situation der Menschen in der Bürgerkriegsregion im Kongo/Afrika aufmerksam machen. Für Schülerinnen und Schüler der achten Klassen gestalten pädagogische Mitarbeiter des Internationalen Katholischen Hilfswerkes Missio zwei Unterrichtsstunden – unter Einbeziehung moderner Medien. „Acht beispielhafte Biografien stehen dabei für das Schicksal von Flüchtlingen und Vertriebenen im Ostkongo“, erklärt Andrea Puke vom Team des Infomobils, das zwölf Tonnen auf die Waage bringt und insgesamt zwölf Meter lang ist. Mit Hilfe des interaktiven Computerspiels „Menschen auf der Flucht“ können sich die Schüler in die Situation der Flüchtlinge hineinversetzen.  „So werden die Jugendlichen für die Notlage der Menschen im Kongo sensibilisiert“, erläutert Schulleiterin Sandra Apeler. Thematisch stehe bei dem Missio-Computerspiel die Situation von Menschen in der Bürgerkriegsregion im Osten Kongos im Mittelpunkt. Hiermit wolle dasHilfswerk besonders Jugendliche und junge Erwachsene auf die brutale Situation im Kongo und die notwendige Unterstützung der Flüchtlinge aufmerksam machen, die in Hilfsprojekten Schutz finden.In dem mit interaktiven Elementen ausgestatteten Missio-Truck gehen die Besucher auf eine multimediale Reise. Dazu Religionslehrerin Birgit Konermann-Metz: „Mit einem selbst gewählten Avatar erlebt der Spieler Stationen einer Flucht aus einem vom Bürgerkrieg zerrütteten afrikanischen Land. Die Inhalte im Computerspiel und im Truck werden ergänzt von einem pädagogischen Begleitprogramm, das sich in den Schulunterricht integrieren lässt.“ Im weiteren Unterrichtsverlauf sollen Hilfsmöglichkeiten und Handlungsalternativen mit den Schülern erarbeitet werden. „Millionen Menschen fliehen weltweit vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, Krieg, Trockenheit, Katastrophen, Perspektivlosigkeit und Hunger. Dennoch ist das Schicksal der Mehrheit von Flüchtlingen weit entfernt vom Alltag der meisten Jugendlichen in Deutschland“, sagte der erste Stadtrat Andreas Dreier am Montagnachmittag bei einem Besuch des Missio-Trucks. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Wilhelm-Fredemann-Realschule und die Oberschule in Neuenkirchen die Initiative ergriffen hätten, Schülerinnen und Schülern auf nicht alltägliche Weise die Situation der Menschen in der Bürgerkriegsregion im Kongo vor Augen zu führen. „Der afrikanische Kontinent mit all seinen Problemen ist uns allen doch näher, als der eine oder andere vor dem Besuch der Ausstellung wohl vermutet hätte“, sagte Andreas Dreier abschließend. Dass dabei auch die Situation von Flüchtlingen in Deutschland thematisiert werde, trage zur gesamtinhaltlichen Abrundung des Projektes bei.