Besuch der Holocaust-Zeitzeugin Erna de Vries

„...da kam ein amerikanischer Jeep auf uns zu und plötzlich waren wir frei!“ - mit diesem Satz beendete Erna de Vries ihren einstündigen Bericht über ihr persönliches Schicksal während des Zweiten Weltkrieges.

 

Eine betroffene Stille herrschte im Dorfgemeindehaus, während die 94-Jährige von den ersten Übergriffen fanatischer Jugendlicher über die Reichspogromnacht  bis hin zur Deportation nach Auschwitz-Birkenau berichtete. Dabei ersparte sie den Schülern und Lehrern der neunten und zehnten Klassen keine der Gräueltaten, die sie als Jugendliche in der Nazi-Zeit ertragen musste.

Nachdem ergreifenden Vortrag hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre persönlichen Fragen zu stellen. Frau de Vries beendete ihren Besuch mit dem Satz: „Meine Geschichte ist eine Geschichte von vielen: Mein Schicksal teilen Millionen“ - eine ergreifende Aussage, die nicht nur in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler weiterhin zum Nachdenken anregt...